Es gibt Dinge im Leben, mit denen wir uns wie selbstverständlich umgeben und die wir jeden Tag verwenden ohne uns aber mit ihnen wirklich näher auseinanderzusetzen. Chipkarten sind so ein Teil unseres täglichen Umgangs, den wir nutzen, aber uns meistens nicht weiter damit befassen. Denkt man aber einmal darüber nach, sind Chipkarten eigentlich ein ziemlich interessantes Thema.
Es gibt Chipkarten in beinahe allen Bereichen unseres Lebens und ich wette, jeder von uns hat mindestens zwei oder drei Stück davon genau jetzt in seinem Geldbeutel. Wir brauchen eine Chipkarte, wenn wir krank sind - unsere Krankenversichertenkarte. Wir nutzen eine Chipkarte um Geld abzuheben, den Kontostand zu checken oder bargeldlos zu bezahlen - sei es nun mit einer Kreditkarte oder einer EC-Karte. Studenten haben noch eine wichtige Chipkarte immer bei sich - in Form ihres Studentenausweises, der häufig auch Zahlungsmittel in der Mensa oder Dauerkarte für den öPNV ist. Bald wird sogar unser Personalausweis eine multifunktionale Chipkarte sein.
Diese kleinen, unscheinbaren Plastikkarten sind aus unserem Leben also nicht mehr wegzudenken. Und man führe sich nur mal vor Augen, was so ein kleiner goldener Chip alles leistet. Er speichert Daten, gibt sie an ein Lesegerät weiter und führt manchmal sogar kleine Rechenprozesse durch. Das alles, um uns das Leben zu erleichtern und die Dinge schneller zu machen. Doch wieso sehen alle Chipkarten eigentlich unterschiedlich aus? Wird eine Chipkarte bereits so produziert, wie wir sie nachher in der Hand halten und in unsere Brieftasche stecken? Wenn dem so wäre, wie kommt dann unser Name und andere Daten, wie eine Kundennummer oder Bankverbindung auf die Chipkarte?
Letztlich ist die Lösung denkbar simpel: Die Chipkarte wird bedruckt.
Und das im Prinzip genau so, wie man es von dem eigenen Papierdrucker zuhause am PC kennt. Nur, dass man für den Druck auf Plastikkarten natürlich nicht den herkömmlichen Drucker verwenden kann, sondern einen speziellen Plastikkartendrucker benötigt. Mit diesem kann die Karte nach Belieben und in fast allen erdenklichen Farben bedruckt werden. Auch Personalisierung in Form von bspw. Foto und/oder Name ist für einen Kartendrucker kein Problem. Manche dieser Kartendrucker verfügen zusätzlich noch über Module, die den Chip der Karte programmieren und mit Daten bespielen können. So erhält die Chipkarte ihre Funktionsfähigkeit und kann später mit dem Chipkartenleser kommunizieren.
Neben den Chipkarten, die mit einem kontaktbehafteten Chip versehen sind - also einem Chip, der direkte Berührung an einer bestimmten Stelle des Lesegeräts benötigt um Daten auszutauschen - gibt es auch Chipkarten, die über einen sogenannten RFID Chip verfügen. Diese Chips arbeiten mit "Radio Frequency Identification" (RFID) und können auch über eine gewisse Distanz hinweg Daten mit einem Reader austauschen. So genügt es oft, wenn man die Karte nur an den Leser hält oder - bei manchen RFID Chipkarten - reicht es sogar, wenn man die Karte ein paar Zentimeter vor dem Lesegerät vorbeiführt. Im Inneren der RFID Chipkarte befindet sich eine Art Antenne, die auch über eine gewisse Distanz hinweg senden kann. Manche Chipkarten verfügen sogar über eine Kombination aus kontaktbehaftetem und kontaktlosem Chip. Auch RFID Chipkarten können mit einem Kartendrucker bedruckt und kodiert werden.
Der Markt für Kartendrucker ist relativ eng begrenzt. Obwohl es scheinbar unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten für Plastikkarten im Allgemeinen gibt, lassen sich die seriösen Anbieter von Kartendruckern auf ein paar wichtige begrenzen:
So ein Kartendrucker kann im Prinzip von jedem genauso leicht bedient werden, wie ein Papierdrucker. Und er kann neben Chipkarten auch Magnetstreifenkarten oder klassische Plastikkarten ohne Speichermedien bedrucken.